Freitag, 1. Januar 2010

Der Jahreswechsel

ist nun vorbei. Wir befinden uns also schon im nächsten Jahr und gespannt erwarte ich, was da denn so passieren wird.

Das letzte Jahr, hab ich im letzten Eintrag schon erwähnt, war so aufregend. Es ist so viel passiert, ich bin von einem Gefühlschaos ins nächste geschlittert; musste mich lange und intensiv mit mir selbst und meiner Einstellung auseinandersetzen; hab meinen Weg zu Gott wieder gefunden; hab mich mit zwei Menschen versöhnt, die mir sehr am Herzen liegen; bin leider wieder in eine tiefe und schwierige Angstphase gerutscht, aus der ich mich nur schwer herausbewege; habe viele wunderbare Augenblicke mit meinen Kindern erleben dürfen;


Für das nächste Jahr wünsche ich mir, dass es nicht mehr so ein Gefühlschaos in mir gibt; ich wünsche mir einen guten Start für Michael und mich bei der Firmenübernahme; ich wünsche mir einen langen, intensiven, heißen Sommer; und ich wünsche mir, und das ist ganz wichtig - GESUNDHEIT!

Das neue Jahr wird auch wieder viel aufregendes mit sich bringen: Wie oben schon geschrieben, die Firmenübernahme; meine Schwester macht Matura, Paul bekommt sein erstes Zeugnis, unsere Zubau wird hoffentlich ganz abgeschlossen.... also viel zu erwarten dieses Jahr


Vorsätze habe ich keine, oder, habe ich eh immer wieder im Jahr, ich finde, da sollte man sich an Silvester nicht zusätzlich belasten. Na doch, einen kleinen Vorsatz hab ich schon, ich möcht endlich mein Buch fertig schreiben...


Nun also, wünsche ich euch für das neue Jahr, viel Gesundheit, Erfolg, Liebe, Freude, Freunde, Gelassenheit, Glücksmomente und Spaß!

Samstag, 26. Dezember 2009

rückblickend

rückblickend betrachtet...

war dieses Jahr so ereignisreich für mich, wie schon lange keines mehr...

Die letzten Tage habe ich genießend verbracht, und ich hatte viel Zeit nachzudenken. Noch immer ist meine "Phase" der Angst nicht vorbei, aber sie wird besser.
Trotzdem denke ich nach... Ich denke darüber nach, wie das letzte Jahr so war, was sich ereignet hat und was ich vermissen würde, müsste ich von hier gehen.
Fakt ist, ich würde das Leben hier sehr vermissen...
Aber erst dieses Leben hier, hier in diesem Ort, mit diesen Kindern, mit den Menschen die hier leben...
im letzten Jahr durfte ich so viele neue Freunde kennenlernen.. und ich schreibe bewusst Freunde, weil jeder einzelne Mensch den ich kennenlerne, den ich intensiver kennenlerne, für mich zu meinen Freunden zählt. Das Wort "Bekannte" kommt mir oft nur schwer über die Lippen, da für mich so viele wirkliche Freunde sind.
Jeder dieser einzelnen Menschen ist ein Freund für mich, weil ich immer etwas Besonderes an ihnen finde. Auch wenn sie oft grundverschieden sind - jeder hat etwas an sich, das ihn besonders macht.
Auch wenn ich manche nur hie und da sehe, und oft auch nur ein Mal im Jahr. Für mich ist jeder einzelne wertvoll und ich möchte keinen einzigen missen.

Und dieses letze Jahr hier, in diesem wunderbaren Ort, hat mir soo viele neue Freunde gebracht wie schon lange nicht mehr...

und mit diesem Eintrag, möchte ich jedem einzelnen hier danken, oder besser jeder und jedem einzelnen....

Ihr meine lieben, die mich schon früher begleitet haben, über Jahre hinweg, oder nur eine gewisse Zeit; die, die neu dazugekommen sind und mir sofort ihr Herz geöffnet haben; die, die jeden Tag aufs Neue Verständnis für mich haben; die, die gemeinsam mit mir Lachen und Weinen; die, die mir zuhören und für mich da sind; die, die die meinen Morgen bereichern und meinen Tag erfrischen :-); die, die ich nur hie und da sehe, und es ist trotzdem so, als wäre es erst gestern gewesen;

Ich hab euch alle sehr sehr lieb und jeder einzelne von euch ist für mich etwas ganz Besonderes!

Und in diesem Sinne, wünsche ich mir für das kommende Jahr, dass alles so bleibt, wie es momentan ist. Ich könnte mir kein besseres Leben vorstellen!
Und allen, die hier lesen, wünsche ich auch ein wunderschönes neues Jahr. Ich weiß, ein wenig früh, aber wer weiß, wann ich wieder schreibe :-)

Ihr seid wunderbar!

Samstag, 28. November 2009

Die stille Zeit im Jahr..



...beginnt morgen..

und das heißt für meine kleine Familie wieder mal Ruhe einkehren lassen. Wieder mal stecken wir den Fernseher ab und auch der Computer hat sich eine Auszeit verdient.
Paul hat zwar schon gefragt, warum wir das machen müssen, aber ich weiß dass er es dann doch auch genießen wird.

Wir werden wieder basteln, viel lesen, plaudern, Teestunden mit Keksen im Kerzenschein genießen, Adventmärkte besuchen und natürlich auch Freunde treffen.

Ich wünsche euch allen, die hier so lesen, eine sehr besinnliche Zeit, nicht zu viel Streß und ich freu mich auch schon darauf bald wieder von euch zu lesen!




Dienstag, 24. November 2009

Gefühle...

Heute bin ich wieder mal am Gedanken sortieren, und ich lass euch einfach mal ein wenig daran Teil haben.
Einige werden wissen, dass es mir die letzten Wochen nicht ganz so gut ging. Das liegt am Herbst, an einem plötzlichen Todesfall und an der Medienwelt, die einen mit den "Fakten" der neuen Grippe nur so überflutet hat.
Wie es also denn so ist im Herbst, geht es mir nicht gut. Ich habe Angst vor diesem und jenem, bin oft müde, finde, dass ich furchtbar aussehe und bin sehr sehr angespannt. Ich selbst weiß, dass es nur eine Phase ist und ich hole mich da eigentlich meistens auch ziemlich bald wieder raus - aus diesem Sumpf.

Aber... ich bin auch jemand, der sehr offen damit umgeht. Wenn mich also jemand mit der Floskel "Wie geht es dir?" begrüßt, wird er sehr schnell feststellen, dass das für mich nicht nur eine Floskel ist. Nein, ich sehe das als ernstgemeinte Frage und beantworte diese ganz ehrlich.
Denn, wenn ich diese Frage stelle, dann meine ich sie auch ehrlich und erwarte mir auch nicht, dass mein Gegenüber sie mit "Gut" beantwortet.
Ich finde überhaupt, dass diese Welt immer oberflächlicher wird. Es gibt nur mehr wenige Menschen, die an ihrem Gegenüber interessiert sind - nämlich WIRKLICH interessiert.

Ich befinde mich, Gott sei dank, in der glücklichen Lage, sehr viele Freunde zu haben, die es durchaus interessiert. Und die dann auch für mich da sind, und die hoffentlich auch wissen, dass ich immer für sie da sein werde.
Und ich bin unendlich glücklich darüber - ja es macht mich glücklich, zu wissen, dass es hier ganz viele gibt, die an mir, als Mensch interessiert sind. Die mich einfach so nehmen wie ich bin - mit allen Ecken und Kanten (und ich weiß, dass ich nicht einfach bin). Die alle meine Stimmungen so hinnehmen und wissen, wenn ich heut mal kurz angebunden bin - morgen sieht es wieder anders aus.

Und ich wünsche jedem auf dieser Welt, dass er solche Freunde findet. Und was ich noch viel wichtiger finde, die Menschen sollten wieder den Zugang zu ihren Gefühlen finden. Das ist so wichtig! Warum hat uns Gott denn Gefühle gegeben, wenn wir sie nicht raus lassen. Warum lassen sie denn so viele Menschen nicht raus - weil es sich nicht gehört?!? Wer sagt denn das? Wenn ich das Bedürfnis habe zu weinen, warum darf ich das dann nicht tun? Ich lache ja auch, wenn mir danach ist!

Also liebe Leute da draussen, die ihr meinen Blog lest - gebt euren Gefühlen eine Chance, egal ob sie positiv oder negativ sind! Lacht, weint, schreit, fürchtet auch, umarmt euch - seid ehrlich mit euren Gefühlen - es ist so wichtig!

Samstag, 14. November 2009

Klangerlebnis

Mein Paul spielt jetzt seit bald einem Jahr Trompete. Und ich finde das sehr schön. Durch seinen Trompetenunterricht und Pias Tanzunterricht komme ich öfter in den Genuß, die Kinder und Jugendlichen bei ihren Proben zu "belauschen".

Während Pia ihren Tanzunterricht hat, ist im selben Stock Orchesterprobe. Und ich genieße es, die begeisterten Kinder zu beobachten, wie sie langsam alle eintrudeln, mit ihren Instrumenten.. Wie sie begeistert sind, sich wieder zu sehen, wie sie ihre Instrumente stimmen - überall verschieden Töne und Instrumente.. Ich habe das schon in meiner Kindheit gemocht, wenn meine Eltern mit mir in die Operette gegangen sind, und das Orchester hat begonnen sich einzustimmen...

Paul durfte außerdem mit auf das "Musikschullager" am Schneeberg. Auch dort hatte ich schon einen großen Einblick in die Begeisterung der Kinder und Jugendlichen für Musik. Gab es eine Möglichkeit für eine Extra-Übungsstunde wurde nicht gemault - Nein, jeder wollte diese Gelegenheit nutzen. Die Jugendlichen haben bis spät Nachts geübt und sich neues einfallen lassen..
Warum ich das alles schreibe? Weil ich es so schön finde. Weil ich denke, solange die Welt noch Kinder hat, die sich für Musik, Tanz, Pfadfinder und so interessieren, ist die Welt noch nicht verloren. Es zeigt mir, dass es noch Hoffnung gibt. Dass es nicht nur Jugendliche gibt, die sich auf irgendwelchen Plätzen treffen, Rauchen, Trinken, Mist machen.. Nein - es gibt noch sooo viele Kinder, die sich auf andere Dinge konzentrieren. Und das finde ich, ist ein großer Hoffnungsschimmer!

Sonntag, 26. Juli 2009

Hätte ich einen Wunsch frei...

Manchmal wünsche ich mir, ich hätte einen Wunsch frei. Ich möchte nur einen einzigen... Und dann würde ich mir wünschen



Ein ganz großes Haus mit Garten und Teich. Ein ganz großes Haus mit vielen Wohneinheiten drinnen und einer riesigen Küche wo alle Platz haben. In diesem Haus dürften dann alle wohnen die mir am Herzen liegen. Eine Wohnung würde ich für meine Mama frei halten, damit sie weiß wo sie hinkönnte; eine Wohnung wäre für meine allerliebste Tante Rosemarie; eine Wohnung bekämen meine Schwiegereltern; in einer sollten Pauls und Pias Urgroßeltern wohnen, drei Wohnungen für meine Schwestern; eine Wohnung für mein ganz liebes Cousinchen; eine für meine wunderbare Freundin und eine für uns...

Dieses ist mein Traum, ein großes Haus für die ganze Familie. Vielleicht würden nicht alle darin wohnen, aber die Gelegenheit hätten sie dazu.

Ich liebe es, alle um mich zu haben. Ich finde es schön wenn viele Personen an einem Tisch sitzen, das Stimmengewirr, das lachen...

Natürlich sollte jeder seinen eigenen Rückzugsort haben, wenn er mal ganz alleine sein will.



In meinem Traum gäbe es dann einen großen Gemüsegarten, einen Teich zum Schwimmen, einen Spielplatz für die Kinder, viele kleine Sitzgelegenheiten im Garten, eine große Küche für alle, wenn wir gemeinsam essen wollen.

Stellt euch nur mal Weihnachten vor - keine Familienbesuch über drei Tage verteilt - alle sind da und wir können gemeinsam feiern.

Oder im Sommer - laue Abende im Garten, die Kinder spielen Fußball, es wird gegrillt, jemand schwimmt im Teich und dann sitzen alle am großen Tisch und essen...



Also ich find das schön.... und hätte gerne diesen einen Wunsch frei..

Donnerstag, 16. Juli 2009

Beobachtungsposten...

ich bekenne mich nun hier dazu: Ich beobachte gerne! Ich beobachte immer und überall Menschen. Beim Einkaufen, beim Kaffee trinken, im Freibad, im Theater, egal wo - ich kann es gar nicht kontrollieren.
Was mir dabei natürlich immer wieder auffällt, wie die Leute schauen. Die wenigsten lächeln, überhaupt beim Einkaufen. Jeder geht stur seines Weges, nur schnell alles erledigen und keinem ins Gesicht schauen und schon gar nicht lächeln. Irgendwie finde ich das traurig, gibt es doch eh oft wenig zu lachen, da würde es doch schon unheimlich die Stimmung heben, wenn man lustigen Menschen begegnet...

Was ich dann natürlich auch gerne beobachte sind Beziehungen... wie gehen die Menschen miteinander um.
Gestern waren wir im Theater und ich habe beobachtet, wie sich Paare nebeneinander setzen. Die einen leicht abgewendet voneinander, ander legen wie selbstverständlich den Arm um den Partner, wieder andere tauschen fünf Mal Platz um die beste Sicht zu haben... und dann beobachte ich Gesten, kleine Gesten, die oft nicht auffallen, aber doch auch wichtig sind. Der Mann, der seiner Frau den Arm um die Schultern legt und versucht sie zu wärmen, weil ihr kalt ist. Der kurze Seitenblick auf den geliebten Ehemann, ein verstohlenes Lächeln, ein kurzes Streichen über die Wange, oder aber auch böse Blicke, weil man etwas falsches gesagt hat...

der Umgang einiger Eltern mit ihren Kinder greift oft um mein Herz wie einen kalte Hand. Wenn Kinder hart am Arm gepackt werden, weil sie wo zu lange stehen und etwas ansehen und vielleicht auch noch raunzen, weil sie das gerne hätten, wenn Kinder weinen und entnervte Mütter schimpfen (was ich natürlich durchaus auch verstehen kann :-)), wenn das Kind den Elternteil anspricht und keiner hört.
Aber auch die andere Seite gibt es, das kurze Streichen über den Kopf, ein Küsschen auf die Wange, das Drücken des Kindes, Eltern die mit ihren Kinder die Rutsche hinunter rutschen und sich nicht genieren, mit ihrem Kind am Spielplatz herumzutollen - das finde ich dann wieder ergreifend und schön...

Und aus all diesen Beobachtungen, versuche ich mein Leben zu verbessern, den Umgang mit dem Umfeld zu verbessern. Ich versuche immer wieder Nerven zu bewahren, wenn ich mit meinen Kindern einkaufen bin, ich versuche, immer ein Lächeln auf den Lippen zu haben, auch wenn der Tag noch so schlecht war, ich versuche immer freundlich zu sein, ich versuche durch kleine Gesten, meinen Liebsten zu zeigen, wie wichtig sie für mich sind..

und ich finde, gäbe es mehr Menschen, die in den Spiegel schauen, wenn sie andere beobachten, dann wäre wohl die Welt manchmal um einiges freundlicher und lustiger...