Mittwoch, 31. August 2011

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ich habe viel zu sagen... aber nur wenig Mut es auszusprechen. Es wäre vieles da, was ich gerne erzählen möchte und doch bringe ich es nicht über mich die Worte auf Papier zu bringen.
Vielleicht würde ich jemanden verletzten... und das möchte ich nicht.

Überhaupt steht dieses "verletzten" gerade ganz hoch oben bei mir.. Einfach, weil es so oft geschieht, weil wir so unvorsichtig sind, mit dem was wir sagen, oder tun. Weil wir selten darüber nachdenken, ob es dem Gegenüber weh tun könnte, wenn ich etwas bestimmtes sage oder mache.

Dieser Sommer war, wie im vorigen Post schon erzählt, ein wunderschöner und ereignisreicher Sommer. Allerdings nicht nur in positiven Sinne, auch im "negativen". Ich stelle negativ bewusst unter Anführung, da wir ja letztenendes aus negativen Ereignissen lernen.
Aber es hat zum Denken angeregt.. Zu einen, weil ich selbst hie und da durch Worte und Taten sehr verletzt wurde, zu anderen, weil ich selbst verletzt habe..

Nun frage ich mich, was die Menschen dazu bringt, so unvorsichtig mit seinem Gegenüber umzugehen. Stellen wir uns selbst einfach immer an die erste Stelle und nehmen dadurch keine Rücksicht?
Ich denke, dass es oft in Streitsituationen passiert.. Dass man sich so sehr in Rage redet und einfach wirklich nicht mehr darauf achtet, wie der andere reagiert.

Gelernt habe ich diesen Sommer, dass nicht nur ich im Streit verletzt werde, sondern ich auch verletzten kann. Und das möchte ich nicht.
Das Leben hier ist oft schon schwer genug und ich möchte es vermeiden jemandem weh zu tun.
Ich habe mir fest vorgenommen, gut nachzudenken, bevor ich etwas ausspreche. Natürlich gelingt das nicht immer... aber ich versuche es...

Dienstag, 16. August 2011

Sommer....

obwohl der Sommer heuer nicht besonders heiß war, war es bis jetzt, einer der schönsten Sommer für mich. Entspannt bin ich mit den Kindern in die Ferien gegangen, habe mir viel frei genommen. Auch unsere zwei Urlaubswochen waren voll mit Unternehmungen - anders als bisher haben wir auch die Urlaubswoche zu Hause genutzt um viele Ausflüge zu machen.
Irgendwie bin ich heuer ruhiger.. lass den Haushalt auch mal Haushalt sein, gehe am Nachmittag mit den Kindern nach Hause sobald Michael im Büro ist und freue mich über die tolle Zeit mit meinen Kindern.
Hier ein paar Impressionen des Sommers:


Samstag, 11. Juni 2011

Erstkommunion








Der Sonntag des großen Tages beginnt für mich schon früh. Alles muss noch hergerichtet werden, nichts darf vergessen werden. Die Taufkerze ist hergerichtet, die Kleider und Anzüge hängen gebügelt zum Anziehen bereit.

Angelika hat auch bei uns geschlafen, um den Tag ihres Patenkindes von Morgen an miterleben zu dürfen. Sie hat mich gebeten, gleich nach dem Aufstehen ein Foto von Paul zu machen - auch dieser Bitte wird nachgegangen als Paul es sich noch im Wohnzimmer gemütlich macht.


Einer nach dem anderen benützt das Bad, macht sich schick für den schönen Tag. Dann noch schnell ein Foto geschossen und schon gehts ab ins Auto - oh die Kutte hätten wir jetzt fast vergessen.



Als wir zum Pfarrhof kommen erwarten uns da schon jede Menge Kinder, Eltern, Großeltern, Tanten und Onkeln. Die Kränzlein werden den Mädchen ins Haar gesteckt, die Anstecker für die Jungs an den Kutten befestigt.


Alle sind etwas nervös und unser Herr Pfarrer lässt sich viel Zeit. Der Musikverein ist auch schon anwesend und wartet darauf, dass wir los marschieren können.


Endlich kommt der Herr Pfarrer und wir machen uns schon bereit für die Runde über den Hauptplatz. Als dann endlich auch noch das Kreuz aus der Kirche geholt wurde und ein rettender Vater gefunden war, der es tragen wollte, konnte es endlich losgehen.



Hinter dem Musikverein, eine Runde über den Platz und dann Richtung Kirche. Alles ging gut, die Anspannung war den Kindern anzusehen.

Aber sie waren so enttzückend. Brav haben sie alle mitgesungen und als es dann endlich die ersehnte ERSTE KOMMUNION gab waren sie richtig ehrfürchtig.




Schön war es, die Kinder für die Erstkommunion vorzubereiten, anstrengend, manchmal auch nervenaufreibend. Aber dieser Tag mit den Kindern hat uns dafür entschädigt. Sie zu sehen, ihr Vertrauen zu spüren, mit ihnen diesen Weg gehen zu dürfen - das wiegt alles andere auf.



Der liebe Gott hat uns außerdem traumhaftes Wetter geschickt und wir konnten diesen Tag in der Sonne sitzend ausklingen lassen.


Dienstag, 10. Mai 2011

Muttertag



die letzten Tage überlege ich immer wieder, warum wir "Mütter" uns oft so unverstanden fühlen.

Oder bin das nur ich?



Heute beim Abendessen machen, wurden mir ein klein wenig die Augen geöffnet: Paul hat sich ein Nutellabrot bestellt und Michael hat es ihm gemacht - ohne Butter drunter. Paul mag aber Butter drunter, Pia nicht...


Und ich denke, das ist es was uns Mamis ausmacht - wir wissen das! Wir kennen das Gute-Nachtgebet, wir wissen dass Freund Felix momentan nur Beyblades mag, dass Paul G. den eigenartigen Spitznamen Bltscha hat. Oft wissen Mamis auch in wen das Kind verliebt ist, obwohl es gar nichts erzählt hat. Wir können zwischen den Zeilen lesen, Stimmungen deuten, liebevoller Freund sein, fürsorgliche Krankenschwester, colle Shoppingfreundin aber auch strenge Fürsorgerin.



Ich denke, vieles von dem was wir leisten, wissen unsere Männer gar nicht. Geburtstage der Freunde, Schularbeitstermine, Ballettaufführungen, Probetermine, Gemüse- und Obsttag, die Lieblingssocken des Sohnes, das Lieblingstuch der Tochter, wo ist meine Puppe, Mama wo ist mein Ladegerät...

Im vorbeigehen, registrieren wir kleinste Dinge um sie wieder hervorzuholen, wenn sie gefragt sind.



Natürlich, ist es nicht so, dass kein Mann das kann. Aber ich kenne nur wenige, die es ausführen müssen oder wollen. Michael ist es sicher immer lieber, wenn ich all diese Dinge übernehme, Termine koordiniere und ihn dann nur informiere.



Ich finde, für unsere Leistung darf durchaus mal an einem Tag "gefeiert" werden.



Also im Nachhinein: IHR MAMAS - DIE IHR DAS LEST - IHR SEID GROßARTIG!



Mittwoch, 4. Mai 2011

5.5.2005



an den errechneten Geburtstermin hat sich Pia genau gehalten. Obwohl keiner gedacht hätte, dass es so sein wird - bin ich doch schon vorher mit Wehen im Spital gelegen, habe die Lungenreifespritze bekommen um am nächsten Tag wieder nach Hause zu gehen und zu sagen "War wohl doch nix!".


Die eigentlichen Wehen, an ihrem Geburtstag hab ich dann gar nicht mehr ernst genommen...


Nicht einmal drei Stunden hat ihre Geburt gedauert und ich kann sagen, so wie sie auf die Welt gekommen ist, so ist sie auch!



Pia weiß genau was sie will, setzt ihren Kopf meistens durch und ist doch auch liebevoll zärtlich und anschmiegsam. Ich wünsche ihr, dass sie immer so bleibt wie sie ist. Ihren Weg so geht, wie sie ihn sich vorgenommen hat und sich nicht davon abbringen lässt.



PIA - FÜR MICH BIST DU DIE GRÖSSTE!! ALLES GUTE ZU DEINEM SECHSTEN GEBURTSTAG!!






Dienstag, 26. April 2011

Neun Jahre



Neun Jahre ist es nun her, dass wir unsere kleine Sarah gehen lassen mussten..



So vieles gerät in Vergessenheit nach so langer Zeit, so vieles dass dir plötzlich wieder einfällt und du denkst, wie konnte ich das vergessen...




Nun ja, heute ist dieser Tag besonders schwer für mich. Denn heute wird auch noch eine junge Frau begraben, die den Kampf gegen den Krebs verloren hat.






Und irgendwann sind wir dann alle im Himmel wieder vereint! Sarah - du fehlst mir!






Freitag, 1. April 2011

9.4.2001


wie hat es Gabi letztens ausgedrückt? Lieber würde ich für dich Wii-Spiele, Kleidung, Fahrrad oder sonstiges kaufen, als Blumen für dein Grab...

Wie recht sie hat! Manchmal, wenn man Kinder hat und sie sind anstrengend, oder in einer blöden Phase, dann sollte man sich vor Augen führen, wie es wäre, wenn sie einfach gestorben wären..

In acht Tagen hat Sarah Geburtstag - ihr zehnter Geburtstag! Was für eine Party hätte es da gegeben? Wir würden wohl alle schon in heller Aufregung sein und planen und organisieren.


Leider ist uns das für dieses Kind verwehrt geblieben - und auch, wenn ihr Tod nun schon neun Jahre her ist. Ich werde sie nie vergessen.

Sicher, man denkt nicht mehr so oft daran, die Erinnerungen verblassen.. aber doch, ist sie tief im Herzen und bleibt für immer da.