Samstag, 10. Mai 2008

Angst...

mein Leben wird von Angst beherrscht. Manchmal verschwindet sie, aber dann - schwupps - ist sie wieder da.
Angst kann man nicht abstellen. Es gibt keinen Ein- und Ausknopf.
Meine Angst kenne ich, seit ich acht bin. Damals "hatte" ich Aids. Ich habe im Radio davon gehört und war wie panisch. Was ist, wenn ich Aids habe? Wie lächerlich sich das anhört. Oft weiß ich selbst daß meine Gedanken lächerlich sind - aber, wie gesagt ich kann sie nicht abstellen.
Phasenweise ist die Angst verschwunden - einfach nicht da - und dann bin ich glücklich. Aber dann, habe ich Kopfschmerzen, oder Magenschmerzen, oder Schwindel, oder wie jetzt - Durchfall mit Blut.
Der Arzt sagt dann, es kommt vom Rücken, oder von falscher Ernährung, Streß, das Blut im Stuhl ist vom angeschlagenen Darm... Alles sehr logische Erklärungen - wenn da mein Gehirn nicht wäre, in dem sich die Angst festgefressen hat. Da habe ich dann nämlich einen Gehirntumor, Magenkrebs, Leberkrebs, Darmkrebs,.... und was einem sonst noch alles einfällt.
Und dann drehen sich meine Gedanken....
Die Angst ist auch da wenn ich mit meinen Kindern über die Straße gehe - was ist, wenn plötzlich ein Auto angerast kommt und eines meiner Kinder erwischt? Die Angst ist auch da wenn meine Kinder herumklettern und turnen - was ist, wenn eines runterfällt und sich schwer verletzt?
Was ist, was wäre, was passiert, wie kann ich leben????
Tausende Fragen in meinem Kopf und eigentlich doch so lächerlich.
ANGST - kannst du nicht einfach verschwinden und nicht wiederkommen!?

Kommentare:

manus-schafe-gartenwelt hat gesagt…

Angst zu haben ist wichtig, aber es sollte einen nicht beherrschen.
Angst schützt uns davor unüerlegt zu handeln oder Dinge zu tun, die einem selbst Schaden zufügen könnte, aber Angst kann einen auch in unsichtbare Schranken verweisen die oft viel stärker sind als man selbst.
Lass dich nicht in solche unsichtbaren Schranken verweisen, zeig deiner Angst, dass immer noch du Herr über dein Leben bist.
das ist oft wie ein Teufelskreis den nur du durchbrechen kannst. Versuch positiv zu denken, und erfreu dich an dem was du hast, du hast wunderbare Kinder, Freunde, Familie und somit schon viel mehr als manch anderer. Denke nicht was du verlieren könntest, sondern denke an das was du bereits erreicht hast.
Ich hoffe ich konnte dich ein wenig trösten und wünsche dir noch eine wunderschöne positive Woche.
LG Manu

Pusteblume hat gesagt…

Was Du da über die Angst geschrieben hast, hätte auch von mir sein können. Meistens spricht man ja nicht darüber, denn wer will schon gerne ein Hypochonder oder ein überängstliches "Muttertier" genannt werden ;-) Ich finde es tröstlich zu lesen, dass es auch anderen Menschen so geht. Vielleicht auch ein kleiner Trost für Dich.
Ganz liebe Grüße Pusteblume