Samstag, 11. Juni 2011

Erstkommunion








Der Sonntag des großen Tages beginnt für mich schon früh. Alles muss noch hergerichtet werden, nichts darf vergessen werden. Die Taufkerze ist hergerichtet, die Kleider und Anzüge hängen gebügelt zum Anziehen bereit.

Angelika hat auch bei uns geschlafen, um den Tag ihres Patenkindes von Morgen an miterleben zu dürfen. Sie hat mich gebeten, gleich nach dem Aufstehen ein Foto von Paul zu machen - auch dieser Bitte wird nachgegangen als Paul es sich noch im Wohnzimmer gemütlich macht.


Einer nach dem anderen benützt das Bad, macht sich schick für den schönen Tag. Dann noch schnell ein Foto geschossen und schon gehts ab ins Auto - oh die Kutte hätten wir jetzt fast vergessen.



Als wir zum Pfarrhof kommen erwarten uns da schon jede Menge Kinder, Eltern, Großeltern, Tanten und Onkeln. Die Kränzlein werden den Mädchen ins Haar gesteckt, die Anstecker für die Jungs an den Kutten befestigt.


Alle sind etwas nervös und unser Herr Pfarrer lässt sich viel Zeit. Der Musikverein ist auch schon anwesend und wartet darauf, dass wir los marschieren können.


Endlich kommt der Herr Pfarrer und wir machen uns schon bereit für die Runde über den Hauptplatz. Als dann endlich auch noch das Kreuz aus der Kirche geholt wurde und ein rettender Vater gefunden war, der es tragen wollte, konnte es endlich losgehen.



Hinter dem Musikverein, eine Runde über den Platz und dann Richtung Kirche. Alles ging gut, die Anspannung war den Kindern anzusehen.

Aber sie waren so enttzückend. Brav haben sie alle mitgesungen und als es dann endlich die ersehnte ERSTE KOMMUNION gab waren sie richtig ehrfürchtig.




Schön war es, die Kinder für die Erstkommunion vorzubereiten, anstrengend, manchmal auch nervenaufreibend. Aber dieser Tag mit den Kindern hat uns dafür entschädigt. Sie zu sehen, ihr Vertrauen zu spüren, mit ihnen diesen Weg gehen zu dürfen - das wiegt alles andere auf.



Der liebe Gott hat uns außerdem traumhaftes Wetter geschickt und wir konnten diesen Tag in der Sonne sitzend ausklingen lassen.


Dienstag, 10. Mai 2011

Muttertag



die letzten Tage überlege ich immer wieder, warum wir "Mütter" uns oft so unverstanden fühlen.

Oder bin das nur ich?



Heute beim Abendessen machen, wurden mir ein klein wenig die Augen geöffnet: Paul hat sich ein Nutellabrot bestellt und Michael hat es ihm gemacht - ohne Butter drunter. Paul mag aber Butter drunter, Pia nicht...


Und ich denke, das ist es was uns Mamis ausmacht - wir wissen das! Wir kennen das Gute-Nachtgebet, wir wissen dass Freund Felix momentan nur Beyblades mag, dass Paul G. den eigenartigen Spitznamen Bltscha hat. Oft wissen Mamis auch in wen das Kind verliebt ist, obwohl es gar nichts erzählt hat. Wir können zwischen den Zeilen lesen, Stimmungen deuten, liebevoller Freund sein, fürsorgliche Krankenschwester, colle Shoppingfreundin aber auch strenge Fürsorgerin.



Ich denke, vieles von dem was wir leisten, wissen unsere Männer gar nicht. Geburtstage der Freunde, Schularbeitstermine, Ballettaufführungen, Probetermine, Gemüse- und Obsttag, die Lieblingssocken des Sohnes, das Lieblingstuch der Tochter, wo ist meine Puppe, Mama wo ist mein Ladegerät...

Im vorbeigehen, registrieren wir kleinste Dinge um sie wieder hervorzuholen, wenn sie gefragt sind.



Natürlich, ist es nicht so, dass kein Mann das kann. Aber ich kenne nur wenige, die es ausführen müssen oder wollen. Michael ist es sicher immer lieber, wenn ich all diese Dinge übernehme, Termine koordiniere und ihn dann nur informiere.



Ich finde, für unsere Leistung darf durchaus mal an einem Tag "gefeiert" werden.



Also im Nachhinein: IHR MAMAS - DIE IHR DAS LEST - IHR SEID GROßARTIG!



Mittwoch, 4. Mai 2011

5.5.2005



an den errechneten Geburtstermin hat sich Pia genau gehalten. Obwohl keiner gedacht hätte, dass es so sein wird - bin ich doch schon vorher mit Wehen im Spital gelegen, habe die Lungenreifespritze bekommen um am nächsten Tag wieder nach Hause zu gehen und zu sagen "War wohl doch nix!".


Die eigentlichen Wehen, an ihrem Geburtstag hab ich dann gar nicht mehr ernst genommen...


Nicht einmal drei Stunden hat ihre Geburt gedauert und ich kann sagen, so wie sie auf die Welt gekommen ist, so ist sie auch!



Pia weiß genau was sie will, setzt ihren Kopf meistens durch und ist doch auch liebevoll zärtlich und anschmiegsam. Ich wünsche ihr, dass sie immer so bleibt wie sie ist. Ihren Weg so geht, wie sie ihn sich vorgenommen hat und sich nicht davon abbringen lässt.



PIA - FÜR MICH BIST DU DIE GRÖSSTE!! ALLES GUTE ZU DEINEM SECHSTEN GEBURTSTAG!!






Dienstag, 26. April 2011

Neun Jahre



Neun Jahre ist es nun her, dass wir unsere kleine Sarah gehen lassen mussten..



So vieles gerät in Vergessenheit nach so langer Zeit, so vieles dass dir plötzlich wieder einfällt und du denkst, wie konnte ich das vergessen...




Nun ja, heute ist dieser Tag besonders schwer für mich. Denn heute wird auch noch eine junge Frau begraben, die den Kampf gegen den Krebs verloren hat.






Und irgendwann sind wir dann alle im Himmel wieder vereint! Sarah - du fehlst mir!






Freitag, 1. April 2011

9.4.2001


wie hat es Gabi letztens ausgedrückt? Lieber würde ich für dich Wii-Spiele, Kleidung, Fahrrad oder sonstiges kaufen, als Blumen für dein Grab...

Wie recht sie hat! Manchmal, wenn man Kinder hat und sie sind anstrengend, oder in einer blöden Phase, dann sollte man sich vor Augen führen, wie es wäre, wenn sie einfach gestorben wären..

In acht Tagen hat Sarah Geburtstag - ihr zehnter Geburtstag! Was für eine Party hätte es da gegeben? Wir würden wohl alle schon in heller Aufregung sein und planen und organisieren.


Leider ist uns das für dieses Kind verwehrt geblieben - und auch, wenn ihr Tod nun schon neun Jahre her ist. Ich werde sie nie vergessen.

Sicher, man denkt nicht mehr so oft daran, die Erinnerungen verblassen.. aber doch, ist sie tief im Herzen und bleibt für immer da.

Donnerstag, 17. März 2011

Baustellen...

hab ich derzeit einige... daher schreibe ich auch nur wenig hier. Es würde viel geben, was ich durch meine Tipserei verarbeiten oder von einer anderen Seite betrachten könnte. Leider ist es so, dass es dabei doch auch einiges gibt, dass ich nicht so gern preis geben möchte.
Oder besser gesagt, vielleicht vor einem Jahr noch preisgegeben hätte, aber ich nun Angst davor habe "besprochen" zu werden..

Ich habe also momentan den Kopf nicht richtig frei und weiß nicht, wie ich das lösen kann. Einen Brief schreiben? An wen sollte ich das alles schreiben?
Ich könnte auch ein Tagebuch führen, aber das hab ich noch nie gemacht - irgendwie kam ich mir dabei immer blöd vor. An ein Tagebuch zu schreiben.

Wobei ich sagen muss, dass ich eine Freundin habe, die sehr intensiv Tagebuch geführt hat und auch alle Eintrittskarten und Kinokarten und so eingeklebt hat - das hat schon was für sich - da nach Jahren darin zu blättern... Ich habe die Erinnerungen in meinem Kopf

Vielleicht sollte ich doch überlegen Tagebuch zu schreiben. Ich weiß, dass mich das Schreiben immer sehr befreit und während dem Schreiben meine Gedanken klar werden.

Wie macht ihr das so? Wie löst ihr eure "Probleme" die ihr mit niemandem besprechen könnt?
Schreibt mir doch mal zurück und gebt mir Tipps, vielleicht ist ja einer für mich dabei

Dienstag, 15. März 2011

Umwelt...

dieses Post lag mir schon am Herzen, bevor dieses Unglück in Japan passiert ist.. und jetzt, nach all diesen Meldungen und Kommentaren in diversen Foren, liegt es mir noch mehr am Herzen.

Aber, es hat nichts mit Atomkraft zu tun - nichts mit großen Katastrophen - es hat mit den kleinen Dingen zu tun - die oft übersehen werden.
Es hat mit Respekt vor der Umwelt zu tun! Und wir (unsere Generation!) hat es einfach verabsäumt ihren Kindern mittzuteilen, dass nichts wichtiger ist, als Respekt vor der Umwelt zu haben - weil wir in ihr leben!
Neben unserem Haus ist eine große Wiese - dort liegen Unmengen an Schutt! Leute werfen alles auf die Straße - Mc Donalds Sackerln aus dem Auto, RedBullDosen auf die Straße, Taschentücher, Einkaufssackerl, Dönerpapier,... alles findet sich hier.

Und was mir am allerschlimmsten auffällt, ist unser Skaterplatz - ein Platz den die Gemeinde für Jugendliche hergerichtet hat - mit einer kleinen Hütte mit Tisch und Bänken darin. Meine Kinder gehen gern zum Skaterplatz - zum Skaten und Radfahren - aber ich geh dort nicht gern hin. Da liegen kleine Glasflaschen am Boden, Zigarettenschachteln, Zigarettenkippen, Pizzapapier und was halt sonst noch so konsumiert wird.
Leider ist es so, dass da auch reden nicht viel hilft - im Gegenteil - sie reden noch rotzfrech zurück. Und woher kommt das - weil sich jeder immer abbürstet - sind ja nicht meine Kinder, nur nicht anecken, bloß keinen Konflikt suchen! Leute - früher, als wir auf der Straße gespielt haben, und Blödsinn gemacht haben - ist da nicht hie und da jemand ums Eck gebogen und hat mit uns geschimpft? Warum machen wir das heute nicht mehr - ist uns das wirklich alles vollkommen egal??

Mir nicht - ich reiße meinen Mund auf! Ich sage - "Bitte schmeiß das in den Mistkübel" "Hör auf damit, andere zu ärgern"

Und ich finde, das ist einmal der erste Schritt, mit offenen Augen durch die Welt gehen - sich auch mal bücken und etwas aufheben, bewusst zu leben!
Respekt vor den anderen und vor der Umwelt zu haben - die Menschen mit Liebe betrachten und keine Angst vor ihnen haben..

Menschen! Fangt doch einmal hier an - hier wo wir leben! Geht zu Fuß; fahrt mit dem Fahrrad; überlegt, ob es sich lohnt ins Auto zu steigen, nur um dieses Sonderangebot aus einem bestimmten Geschäft zu holen; plant eure Wege; schmeißt nichts auf der Straße weg; liebt eure Mitmenschen; und verschließt nicht eure Augen;
Ich würde meinen, das ist mal ein Anfang