das Leben ist wie ein Buch. Einzelne Geschichten fügen sich zu Kapiteln zusammen, und wenn man irgendwann vor den lieben Gott tritt wird das Leben in einem Buch beschrieben.
Dieses Buch besteht aus vielen Elementen. Manche sind gut, manche sind schlecht. Jeder Mensch hat so ein Buch und durch Gespräche, Geschehnisse wird man immer wieder daran erinnert.
Die guten Seiten in dem Buch behält man in Erinnerung und vergisst sie nicht wirklich. Die schlechten Seiten in seinem eigenen Buch hat man oft wirklich vergessen. Doch manchmal, manchmal kann es passieren, oder soll es vielleicht auch passieren, dass man daran erinnert wird. Dann schlägt man diese Seite wieder auf und liest nach. Hie und da muss man öfter lesen um zu verstehen was darin passiert, was hier geschrieben steht.
Ich lese gerade wieder in meinem Buch. In mir werden Erinnerungen wach, die geschlafen haben. Ich habe diese Seiten schon öfter gelesen, aber jetzt momentan lese ich intensiv darin. Viele Ereignisse und Gespräche haben mich mein Buch wieder aufschlagen lassen.
Und ich weiß jetzt, es ist Zeit es gut zu lesen. Die Hinweise darauf sind wie ein Schlag auf den Kopf! Andrea, lies in deinem Buch und verarbeite, denke nach, rede, weine, verzeihe...
Eigenartigerweise werden gerade zwei Kapitel in meinem Buch aufgeschlagen. Das eine betrifft Sarah und meine vielen ungeweinten Tränen, die noch in mir weilen und darauf warten aus mir laufen zu dürfen.
Ein Film am Sonntag Abend hat mich dazu gebracht eine Stunde lang Tränen darüber zu vergießen, darüber nachzudenken, wie es für mich war.. Und ich weiß, diese Tränen werden jetzt wieder öfter fliesen. Aber es ist gut so. Es soll so sein, denn Tränen befreien auch.
Mein zweites Kapitel, dass sich in den letzen Tagen aufgetan hat, ist meine Kindheit und Jugend. Nicht immer hatte ich so ein schönes Leben wie ich es jetzt habe. Natürlich war meine Kindheit und Jugend nicht nur schlecht - ich möchte hier keinen falschen Eindruck vermitteln. Aber es war nicht alles immer schön.
Lang habe ich überlegt, hier darüber zu schreiben, weil ich weiß, wer hier aller liest und ich möchte niemandem damit weh tun. Aber es ist nunmal mein Buch und es gehört zu mir.
Einige wissen dass meine Kindheit und Jugend nicht immer perfekt war. Einen "etwas" cholerischen "Papa" hatte ich, der mich oft seine "Macht" spüren lies, auch Alkoholismus gab es in meiner Familie - nun, Gott sei dank, nicht mehr. Und dafür bin ich ewig dankbar. Aber leider bleiben auch diese schrecklichen Stunden in dem Buch stehen.
Und dann gab es noch das Leben vor Furth - vor meinen Großeltern - und auch in diesem Kapitel habe ich gelesen - gutes als auch schlechtes...
Und nun bleibe ich beim Guten, ich darf einen Teil dieser Familie kennenlernen, den Teil, den ich gerne kennenlernen möchte. Im anderen Teil lese ich nur und schlage ihn dann wieder zu...
Mittwoch, 17. März 2010
Mittwoch, 10. März 2010
Vorfreude...
Hie und da muss es aber schon sein, dass ich mich in Gebiete begebe, in denen der Prozentsatz für Sonnenschein etwas höher ist als in diesem netten Ort.
Die letzten zwei Jahre haben wir, dank unserem Hauszubau, auf diese Tage im Süden verzichtet.
Aber heuer soll es wieder so weit sein.
Michael erhielt eine Einladung zu einer 10-Jahresfeier in Venedig. In dem Jahr in dem wir geheiratet haben durfte er dort einen Schmiedekurs besuchen, der sich über drei Monate erstreckte. Heuer ist das zehn Jahre her und ein netter Kollege hat sich bemüht und ein Treffen arrangiert.
Somit war für uns klar: Wir fahren dorthin und hängen gleich eine Woche am Meer an.
Leider hat uns da jemand einen Strich durch die Rechnung gemacht. Michael möchte aufgrund dieses "Ölvorfalles" lieber doch nicht in diese Gebiete fahren und somit haben wir entschieden unseren Urlaub in Kärnten zu buchen.
Auch unsere lieben Nachbarn wollen uns begleiten und so habe ich mich an den Computer gesetzt und ein Quartier gesucht.
Auf einen Bauernhof geht es diesmal. Eher abgelegen aber doch in der Nähe des Wörtersees. Ein kleiner Badesee ist gleich nebenan und die Homepage verspricht enspannende Tage in Kärnten.
Da gibt es Hühner, Hasen, Katzen und einen Hund; verschiedene Leseecken im Haus und auch im umliegenden Garten und Wald, eine eigene Quelle mit Wasserfall, Kräuterwanderungen, Brot backen und was das Herz sonst noch begehrt.
Ich werde jeden Duft, jedes Geräusch, jeden Sonnenstrahl in mich aufsaugen und mitnehmen!
Dienstag, 9. März 2010
a Mensch mecht i bleibn...
Im letzten Jahr habe ich lernen müssen, dass manche Menschen in meinem Umfeld mich oft nach meinen Freunden beurteilen.
Dies finde ich doch zeitweise etwas mühsam. Zumal es bei mir so ist, dass ich meine Freunde nie nach ihrem Glauben, ihren politischen Ambitionen, ihrer Herkunft oder anderen Gesichtspunken wähle.
Ich wähle meine Freunde und die Menschen die mich umgeben nach meinem Herzen aus. Ich mag sie einfach!
"Ich als (zukünftige) - jetzige Geschäftsfrau..."
Ich bin nicht in erster Linie Geschäftsfrau. Es hat sich halt so ergeben, dass ich einen Mann geheiratet habe, der den Betrieb übernimmt. Aber bin ich deswegen was anderes?
Wieso darf ich nicht einfach nur Mensch sein. Muss ich denn überlegen, mit wem ich meine Zeit verbringe, bloß weil es ein falsches Licht auf mich werfen könnte.
Nein! Das muss ich ganz sicher nicht und das will ich nicht.
Schon in meiner Jugend wurden meine Freunde nicht immer danach beurteilt, was sie für mich waren, sondern danach, woher sie kamen. Oft habe ich gehört: "Das ist ein Prolet!"
Wie ich solche Aussagen gehasst habe. Für mich waren genau die, die jemandem nicht recht waren, die Wichtigsten. Und es hat sich herausgestellt, dass sie es noch immer sind, dass sie noch immer mein Leben begleiten und für mich da sind, dass mich mein Herz damals schon nicht betrogen hat. Und auch die, zu denen ich nur mehr wenig Kontakt oder gar keinen mehr habe, haben immer noch irgendwo in meinem Herzen einen Platz. Einfach weil sie in der Zeit damals zu mir gepasst haben.
Ich finde, man hat nur dieses eine Leben hier auf dieser Welt. Und dieses Leben solle man sich doch so schön wie möglich gestalten. Man sollte sich mit Leuten umgeben, die man gerne hat; die für einen da sind; die einen aufbauen, wenn man unglücklich ist; die einem fröhliche Stunden bescheren;
Ich versuche immer, das Beste in den Menschen zu sehen. Ich verurteile sie nicht, weil sie etwas anders machen, als ich es machen würde. Dafür haben sie doch meistens Seiten, die ich bewundere, die ich mag, die mein Herz erfreuen.
Warum macht es sich die Menschheit oft so schwer? Warum gibt es Menschen die nicht einfach leben können, sondern immer darüber nachdenken, was sie selbst oder andere "falsch" machen.
Wir sind alle Menschen, die das Glück haben auf diesem wunderbaren Planeten leben zu dürfen. Wir sollten doch nie gegeneinander arbeiten, sondern füreinander da sein.
Warum fällt das manchen Menschen so schwer? Sind sie mit sich selbst so unzufrieden? Wie leicht wäre es doch manchmal, würden wir unser Gegenüber einfach so nehmen wie es ist, die positiven Seiten betrachten und über die "negativen" (die vielleicht nur für uns negativ sind) hinwegsehen.
Ich werde mein Umfeld nicht aufgeben, bloß weil es jemanden stören könnte - hab ich noch nie gemacht und werde ich auch nicht! Dazu sind mir diese Menschen viel zu wichtig!
Vielen Dank an alle, die immer wieder mein Leben erfreuen!
Dies finde ich doch zeitweise etwas mühsam. Zumal es bei mir so ist, dass ich meine Freunde nie nach ihrem Glauben, ihren politischen Ambitionen, ihrer Herkunft oder anderen Gesichtspunken wähle.
Ich wähle meine Freunde und die Menschen die mich umgeben nach meinem Herzen aus. Ich mag sie einfach!
"Ich als (zukünftige) - jetzige Geschäftsfrau..."
Ich bin nicht in erster Linie Geschäftsfrau. Es hat sich halt so ergeben, dass ich einen Mann geheiratet habe, der den Betrieb übernimmt. Aber bin ich deswegen was anderes?
Wieso darf ich nicht einfach nur Mensch sein. Muss ich denn überlegen, mit wem ich meine Zeit verbringe, bloß weil es ein falsches Licht auf mich werfen könnte.
Nein! Das muss ich ganz sicher nicht und das will ich nicht.
Schon in meiner Jugend wurden meine Freunde nicht immer danach beurteilt, was sie für mich waren, sondern danach, woher sie kamen. Oft habe ich gehört: "Das ist ein Prolet!"
Wie ich solche Aussagen gehasst habe. Für mich waren genau die, die jemandem nicht recht waren, die Wichtigsten. Und es hat sich herausgestellt, dass sie es noch immer sind, dass sie noch immer mein Leben begleiten und für mich da sind, dass mich mein Herz damals schon nicht betrogen hat. Und auch die, zu denen ich nur mehr wenig Kontakt oder gar keinen mehr habe, haben immer noch irgendwo in meinem Herzen einen Platz. Einfach weil sie in der Zeit damals zu mir gepasst haben.
Ich finde, man hat nur dieses eine Leben hier auf dieser Welt. Und dieses Leben solle man sich doch so schön wie möglich gestalten. Man sollte sich mit Leuten umgeben, die man gerne hat; die für einen da sind; die einen aufbauen, wenn man unglücklich ist; die einem fröhliche Stunden bescheren;
Ich versuche immer, das Beste in den Menschen zu sehen. Ich verurteile sie nicht, weil sie etwas anders machen, als ich es machen würde. Dafür haben sie doch meistens Seiten, die ich bewundere, die ich mag, die mein Herz erfreuen.
Warum macht es sich die Menschheit oft so schwer? Warum gibt es Menschen die nicht einfach leben können, sondern immer darüber nachdenken, was sie selbst oder andere "falsch" machen.
Wir sind alle Menschen, die das Glück haben auf diesem wunderbaren Planeten leben zu dürfen. Wir sollten doch nie gegeneinander arbeiten, sondern füreinander da sein.
Warum fällt das manchen Menschen so schwer? Sind sie mit sich selbst so unzufrieden? Wie leicht wäre es doch manchmal, würden wir unser Gegenüber einfach so nehmen wie es ist, die positiven Seiten betrachten und über die "negativen" (die vielleicht nur für uns negativ sind) hinwegsehen.
Ich werde mein Umfeld nicht aufgeben, bloß weil es jemanden stören könnte - hab ich noch nie gemacht und werde ich auch nicht! Dazu sind mir diese Menschen viel zu wichtig!
Vielen Dank an alle, die immer wieder mein Leben erfreuen!
Montag, 1. März 2010
Frühlingsgefühle...
der Frühling naht mit großen Schritten und ich bin zufrieden! :-)
Wenn der Winter beginnt, werde ich richtig trübselig. Ich denke daran wie lange er wohl dauert, wie kalt es sein wird, wie wenig die Sonne da sein wird.
Und jetzt ist er da! Der Frühling! Und mir geht es von Tag zu Tag besser. Obwohl meine "schlechte Phase" dieses Jahr wirklich schlimm war und auch noch immer da ist, merke ich, wie es langsam besser wird.
Ich genieße jeden einezelnen Sonnenstrahl, mache morgens alle Fenster auf, damit mein Haus vom Frühling geflutet wird!
Ich gehe Mittags mit den Hunden, atme tief den Duft von nassem gatschigem Gras ein, brauche keine Sonnenbrille, weil ich jeden einzelnen Sonnenstrahl sehen möchte, genieße die intensive Wärme auf meinem Körper, höre das glucksen wenn der Schnee schmilz und höre die Vögel zwitschern.
Mein Herz springt in diesen Momenten, mein Körper wird von Glück überflutet und ich genieße jeden Moment!
Ich mache mir Gedanken darüber, welches Gemüse ich heuer anbauen werde; ich werde wieder aktiv; putze Haus und Terrasse.
Das Beste am Frühling ist allerdings, dass dann der Sommer kommt. Und ihm blicke ich mit freudiger Erwartung entgegen! Ich liebe den Sommer! Ich brauche Hitze, drückende Hitze, den Duft von frisch gemähtem Gras, ich brauche Wasser und heiße Luft. Ich liebe lange Abende im Garten, ohne eine Jacke anziehen zu müssen.
Ich öffne immer im ganzen Haus meine Fenster und Türen und lasse das Licht hineinfluten! Ich schlafe bei geöffneter Türe und es kann nicht heiß genug sein.
Ich liebe ihn einfach, den Sommer! Und heuer freu ich mich ganz besonders darauf!
Wenn der Winter beginnt, werde ich richtig trübselig. Ich denke daran wie lange er wohl dauert, wie kalt es sein wird, wie wenig die Sonne da sein wird.
Und jetzt ist er da! Der Frühling! Und mir geht es von Tag zu Tag besser. Obwohl meine "schlechte Phase" dieses Jahr wirklich schlimm war und auch noch immer da ist, merke ich, wie es langsam besser wird.
Ich genieße jeden einezelnen Sonnenstrahl, mache morgens alle Fenster auf, damit mein Haus vom Frühling geflutet wird!
Ich gehe Mittags mit den Hunden, atme tief den Duft von nassem gatschigem Gras ein, brauche keine Sonnenbrille, weil ich jeden einzelnen Sonnenstrahl sehen möchte, genieße die intensive Wärme auf meinem Körper, höre das glucksen wenn der Schnee schmilz und höre die Vögel zwitschern.
Mein Herz springt in diesen Momenten, mein Körper wird von Glück überflutet und ich genieße jeden Moment!
Ich mache mir Gedanken darüber, welches Gemüse ich heuer anbauen werde; ich werde wieder aktiv; putze Haus und Terrasse.
Das Beste am Frühling ist allerdings, dass dann der Sommer kommt. Und ihm blicke ich mit freudiger Erwartung entgegen! Ich liebe den Sommer! Ich brauche Hitze, drückende Hitze, den Duft von frisch gemähtem Gras, ich brauche Wasser und heiße Luft. Ich liebe lange Abende im Garten, ohne eine Jacke anziehen zu müssen.
Ich öffne immer im ganzen Haus meine Fenster und Türen und lasse das Licht hineinfluten! Ich schlafe bei geöffneter Türe und es kann nicht heiß genug sein.
Ich liebe ihn einfach, den Sommer! Und heuer freu ich mich ganz besonders darauf!
Dienstag, 9. Februar 2010
Familie...
Ich habe das unwahrscheinliche Glück, dass der liebe Gott für mich eine ganz wunderbare Familie ausgesucht hat.
Geboren in eine große Familie, in der man zusammenhält und sich gern hat. Und ich genieße diese Familie immer mehr.
Letztens wollte ich euch schon davon erzählen, leider formen sich in meinem Kopf oft Worte, die ich sofort niederschreiben muss, sonst vergesse ich sie. Und so ist es mir letzens auch ergangen. Aber heute sind sie wieder da.. heute fühle ich diese unendlich große Liebe für diese Familie ganz tief in meinem Herzen.
Als meine Mama sich von meinem Vater scheiden ließ sind wir zu meinen Großeltern gezogen. Nach Furth (davon hab ich euch schon erzählt) - abgelegen haben wir gewohnt, abgelegen - aber doch nie einsam. Meine Großeltern waren die besten auf der Welt und auch wenn meine Oma schon früh gestorben ist, ist sie immer noch bei mir. Oft denke ich an sie, oft möchte ich ihr erzählen und sie fragen, wie das bei ihr war. Ich glaube sie wäre ein hervorragender Gesprächspartner für mich.
In Furth, da war immer schon der Treffpunkt der Familie, diese bestand aus meiner Mama, vier Tanten mit Ehemännern und einem Onkel mit Freundin, meinen Großeltern und nach und nach kamen meine Cousins und Cousinen dazu.. und dann natürlich noch meine drei Mäuse und die liebe Carla.. und jetzt dann bald noch ein Kindchen..
Oft war am Sonntag der Tisch zu klein, weil so viele zu Besuch kamen, aber das hat keinen gestört - weil es einfach schön war!
Noch immer ist es so, dass Furth der Treffpunkt für alle ist. Leider meistens nur zwei Mal im Jahr, aber wenn so ein Treffen ausgemacht wird, dann versucht wirklich jeder da zu sein. Jedesmal wenn ich auf einen größeren oder kleineren Teil meiner Familie treffe, spüre ich die Liebe, den Zusammenhalt, die Aufmerksamkeit, den Spaß, die Freude am anderen.. Da spielt mal der und mal der mit den Kindern, es werden alte Geschichten aus der Vergangenheit gekramt und das Haus in Furth erfüllt sich mit Leben!
Aber auch wenn man schlechte Zeiten hat, ist diese Familie da, das habe ich zu spüren bekommen, als ich meinen kleinen Engel Sarah hatte. Immer war wer da, hat ein offenes Ohr gehabt, oder einfach die richtigen Worte gefunden..
Dankbar bin ich auch, dass Michael sich so sehr in dieses Bild der Familie fügt. Er passt einfach dazu. Er liebt es genauso wie ich, die Familie um sich zu haben. Egal welchen Teil - seine oder meine. Auch in Michaels Familie gibt es einen Teil der fest zusammenhält, wo man sich gegenseitig einlädt, miteinander telefoniert, sich austauscht. Wo Generationen ohne Scheu miteinander umgehen - alt und jung einander respektieren und lieben.
Leider, finde ich, geht dieses Familienbild sehr verloren. Viele zerstreiten sich, wollen nicht, dass Oma und Opa auf die Kinder aufpassen, weil sie es "falsch" machen, finden es furchtbar die Uroma im Altersheim zu besuchen, finden die Kinder der Schwester nervig....
aber ich finde, über vieles sollte man hinwegsehen, nicht umsonst hat der liebe Gott die Familie geschaffen - ich denke - er hat sich viel dabei gedacht und es würde besser auf dieser Welt funktionieren, wenn es überall so wäre.
Geboren in eine große Familie, in der man zusammenhält und sich gern hat. Und ich genieße diese Familie immer mehr.
Letztens wollte ich euch schon davon erzählen, leider formen sich in meinem Kopf oft Worte, die ich sofort niederschreiben muss, sonst vergesse ich sie. Und so ist es mir letzens auch ergangen. Aber heute sind sie wieder da.. heute fühle ich diese unendlich große Liebe für diese Familie ganz tief in meinem Herzen.
Als meine Mama sich von meinem Vater scheiden ließ sind wir zu meinen Großeltern gezogen. Nach Furth (davon hab ich euch schon erzählt) - abgelegen haben wir gewohnt, abgelegen - aber doch nie einsam. Meine Großeltern waren die besten auf der Welt und auch wenn meine Oma schon früh gestorben ist, ist sie immer noch bei mir. Oft denke ich an sie, oft möchte ich ihr erzählen und sie fragen, wie das bei ihr war. Ich glaube sie wäre ein hervorragender Gesprächspartner für mich.
In Furth, da war immer schon der Treffpunkt der Familie, diese bestand aus meiner Mama, vier Tanten mit Ehemännern und einem Onkel mit Freundin, meinen Großeltern und nach und nach kamen meine Cousins und Cousinen dazu.. und dann natürlich noch meine drei Mäuse und die liebe Carla.. und jetzt dann bald noch ein Kindchen..
Oft war am Sonntag der Tisch zu klein, weil so viele zu Besuch kamen, aber das hat keinen gestört - weil es einfach schön war!
Noch immer ist es so, dass Furth der Treffpunkt für alle ist. Leider meistens nur zwei Mal im Jahr, aber wenn so ein Treffen ausgemacht wird, dann versucht wirklich jeder da zu sein. Jedesmal wenn ich auf einen größeren oder kleineren Teil meiner Familie treffe, spüre ich die Liebe, den Zusammenhalt, die Aufmerksamkeit, den Spaß, die Freude am anderen.. Da spielt mal der und mal der mit den Kindern, es werden alte Geschichten aus der Vergangenheit gekramt und das Haus in Furth erfüllt sich mit Leben!
Aber auch wenn man schlechte Zeiten hat, ist diese Familie da, das habe ich zu spüren bekommen, als ich meinen kleinen Engel Sarah hatte. Immer war wer da, hat ein offenes Ohr gehabt, oder einfach die richtigen Worte gefunden..
Dankbar bin ich auch, dass Michael sich so sehr in dieses Bild der Familie fügt. Er passt einfach dazu. Er liebt es genauso wie ich, die Familie um sich zu haben. Egal welchen Teil - seine oder meine. Auch in Michaels Familie gibt es einen Teil der fest zusammenhält, wo man sich gegenseitig einlädt, miteinander telefoniert, sich austauscht. Wo Generationen ohne Scheu miteinander umgehen - alt und jung einander respektieren und lieben.
Leider, finde ich, geht dieses Familienbild sehr verloren. Viele zerstreiten sich, wollen nicht, dass Oma und Opa auf die Kinder aufpassen, weil sie es "falsch" machen, finden es furchtbar die Uroma im Altersheim zu besuchen, finden die Kinder der Schwester nervig....
aber ich finde, über vieles sollte man hinwegsehen, nicht umsonst hat der liebe Gott die Familie geschaffen - ich denke - er hat sich viel dabei gedacht und es würde besser auf dieser Welt funktionieren, wenn es überall so wäre.
Freitag, 15. Januar 2010
Unbesiegbare Angst...
Heute musste ich es wieder mal feststellen: Gewisse Ängste sind unbesiegbar und schlummern immer in mir. Mal mehr mal weniger und ich versuche hartnäckig sie zu vertreiben, aber immer gelingt es nicht.
Es war heut beim Mittagessen... Paul klagt über Genickschmerzen... mein erster Gedanke ist: ich hab doch kürzlich erst wieder über einen Jungen gelesen der an Meningitis gestorben ist. Puhhh - wie heftig! "Paul, wo tut es dir denn genau weh? Habt ihr turnen gehabt? Bist du in der Nacht schlecht gelegen?" Tausend Gedanken flitzen durch meine Kopf! Oh du meine Güte, sie fahren heute nach Kärnten, was ist wenn er krank ist. Kommt er dort in ein Spital? Ich hätte ihn gerne bei mir! Kann ich sie nicht irgendwie umstimmen dazubleiben? Was mache ich, wenn ich in der Nacht angerufen werde, dass es ihm schlecht geht?
Nein, einfach mal tief durchatmen und Ruhe bewahren! Kurz nachdenken, was hat er so getan die letzten Stunden - gestern. Jaaa - die rettende Idee - "Wahrscheinlich ist es vom rodeln gestern!" - Paul, ich massier dich mal dann wird es bestimmt besser!"
Meine Gedanken rasen noch immer und ich möchte gerne ständig fragen, ob es besser wird. Aber ich weiß, dass das nicht gut ist. Alle anderen am Tisch nehmen es eher gelassen. Nur meine Schwiegermama wirft mir einen kurzen Blick zu und fragt Paul, ob ihm denn schlecht sei.. Nein, schlecht ist ihm nicht! Nein, Kopfweh hat er auch nicht!
OK, schön langsam beruhigen sich meine Nerven wieder und ich finde meine Gelassenheit wieder.
Nichts desto trotz, in solchen Situationen wird mir klar, dass ich meine Angst nie ganz bezwingen werde. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich einfach Mutter bin, oder ob es daran liegt, dass ich diese Erfahrung mit meiner Sarah gemacht habe.
Die Angst, selbst krank zu sein, habe ich schon lange in mir, also die kann nicht an Sarah liegen, aber diese furchtbare Angst um meine Kinder und Michael - die ist manchmal erdrückend und auch nervend. Ich möchte gerne die Krankheiten meiner Kinder so sehen wie sie sind - einfach Kopfweh, Verkühlung, Magen-Darm-Virus... Bei mir ist das dann Meningitis, Schweinegrippe, Leukämie, Krebs, und was man noch so hört und liest. Wenn Michael nicht pünktlich nach Hause kommt und das Telefon nicht abhebt, ist er einfach nur bei einem Termin der länger dauert und hat keine schweren Verkehrsunfall...
Ich muss auch gestehen, ich meide Medien deshalb sehr! Ich sehe keine Nachrichten, lese selten Zeitung (außer diverse "leichte Kost" über Prominte, Versandkataloge und Koch-Bastel-Näh-hefte), drehe den Radio bei Nachrichten leise... aber doch dringen diese "Horrormeldungen" in mein Ohr... Ein Kind ist bei einem Rodelunfall gestorben, weil es keinen Helm aufhatte!
War das zu meiner Zeit auch schon so? Wir haben keinen Helm getragen - wie konnte ich überleben? Wie haben meine Freunde überlebt? Ich krame in Erinnerungen, ob jemand aus meiner Schulzeit schwer krank war, ob jemand an einem Autounfall gestorben ist, ob jemand "entführt" wurde. Ich kann mich an keinen einzigen "dramatischen" Vorfall erinnern.
So versuche ich mich einfach immer wieder zu beruhigen - nicht immer muss was Schlimmes passieren! Nicht immer, muss man gleich todkrank sein.
Und irgendwann werde ich diese Angst überwunden haben. Irgendwann werden meine Kinder den ersten Freund/die erste Freundin nach Hause bringen, irgendwann werden sie ihre Sachen packen und ausziehen, irgendwann werden sie vielleicht heiraten und mir Enkel schenken. Und dann weiß ich, dass ich meine Kinder nicht verloren habe! Aber bis dahin ist noch ein weiter Weg! Und ich muss ihn gehen, manchmal alleine und manchmal mit ganz viel Hilfe! Und ich werde es schaffen! Ich werde diese Angst besiegen!
Es war heut beim Mittagessen... Paul klagt über Genickschmerzen... mein erster Gedanke ist: ich hab doch kürzlich erst wieder über einen Jungen gelesen der an Meningitis gestorben ist. Puhhh - wie heftig! "Paul, wo tut es dir denn genau weh? Habt ihr turnen gehabt? Bist du in der Nacht schlecht gelegen?" Tausend Gedanken flitzen durch meine Kopf! Oh du meine Güte, sie fahren heute nach Kärnten, was ist wenn er krank ist. Kommt er dort in ein Spital? Ich hätte ihn gerne bei mir! Kann ich sie nicht irgendwie umstimmen dazubleiben? Was mache ich, wenn ich in der Nacht angerufen werde, dass es ihm schlecht geht?
Nein, einfach mal tief durchatmen und Ruhe bewahren! Kurz nachdenken, was hat er so getan die letzten Stunden - gestern. Jaaa - die rettende Idee - "Wahrscheinlich ist es vom rodeln gestern!" - Paul, ich massier dich mal dann wird es bestimmt besser!"
Meine Gedanken rasen noch immer und ich möchte gerne ständig fragen, ob es besser wird. Aber ich weiß, dass das nicht gut ist. Alle anderen am Tisch nehmen es eher gelassen. Nur meine Schwiegermama wirft mir einen kurzen Blick zu und fragt Paul, ob ihm denn schlecht sei.. Nein, schlecht ist ihm nicht! Nein, Kopfweh hat er auch nicht!
OK, schön langsam beruhigen sich meine Nerven wieder und ich finde meine Gelassenheit wieder.
Nichts desto trotz, in solchen Situationen wird mir klar, dass ich meine Angst nie ganz bezwingen werde. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich einfach Mutter bin, oder ob es daran liegt, dass ich diese Erfahrung mit meiner Sarah gemacht habe.
Die Angst, selbst krank zu sein, habe ich schon lange in mir, also die kann nicht an Sarah liegen, aber diese furchtbare Angst um meine Kinder und Michael - die ist manchmal erdrückend und auch nervend. Ich möchte gerne die Krankheiten meiner Kinder so sehen wie sie sind - einfach Kopfweh, Verkühlung, Magen-Darm-Virus... Bei mir ist das dann Meningitis, Schweinegrippe, Leukämie, Krebs, und was man noch so hört und liest. Wenn Michael nicht pünktlich nach Hause kommt und das Telefon nicht abhebt, ist er einfach nur bei einem Termin der länger dauert und hat keine schweren Verkehrsunfall...
Ich muss auch gestehen, ich meide Medien deshalb sehr! Ich sehe keine Nachrichten, lese selten Zeitung (außer diverse "leichte Kost" über Prominte, Versandkataloge und Koch-Bastel-Näh-hefte), drehe den Radio bei Nachrichten leise... aber doch dringen diese "Horrormeldungen" in mein Ohr... Ein Kind ist bei einem Rodelunfall gestorben, weil es keinen Helm aufhatte!
War das zu meiner Zeit auch schon so? Wir haben keinen Helm getragen - wie konnte ich überleben? Wie haben meine Freunde überlebt? Ich krame in Erinnerungen, ob jemand aus meiner Schulzeit schwer krank war, ob jemand an einem Autounfall gestorben ist, ob jemand "entführt" wurde. Ich kann mich an keinen einzigen "dramatischen" Vorfall erinnern.
So versuche ich mich einfach immer wieder zu beruhigen - nicht immer muss was Schlimmes passieren! Nicht immer, muss man gleich todkrank sein.
Und irgendwann werde ich diese Angst überwunden haben. Irgendwann werden meine Kinder den ersten Freund/die erste Freundin nach Hause bringen, irgendwann werden sie ihre Sachen packen und ausziehen, irgendwann werden sie vielleicht heiraten und mir Enkel schenken. Und dann weiß ich, dass ich meine Kinder nicht verloren habe! Aber bis dahin ist noch ein weiter Weg! Und ich muss ihn gehen, manchmal alleine und manchmal mit ganz viel Hilfe! Und ich werde es schaffen! Ich werde diese Angst besiegen!
Freitag, 1. Januar 2010
Der Jahreswechsel
ist nun vorbei. Wir befinden uns also schon im nächsten Jahr und gespannt erwarte ich, was da denn so passieren wird.
Das letzte Jahr, hab ich im letzten Eintrag schon erwähnt, war so aufregend. Es ist so viel passiert, ich bin von einem Gefühlschaos ins nächste geschlittert; musste mich lange und intensiv mit mir selbst und meiner Einstellung auseinandersetzen; hab meinen Weg zu Gott wieder gefunden; hab mich mit zwei Menschen versöhnt, die mir sehr am Herzen liegen; bin leider wieder in eine tiefe und schwierige Angstphase gerutscht, aus der ich mich nur schwer herausbewege; habe viele wunderbare Augenblicke mit meinen Kindern erleben dürfen;
Für das nächste Jahr wünsche ich mir, dass es nicht mehr so ein Gefühlschaos in mir gibt; ich wünsche mir einen guten Start für Michael und mich bei der Firmenübernahme; ich wünsche mir einen langen, intensiven, heißen Sommer; und ich wünsche mir, und das ist ganz wichtig - GESUNDHEIT!
Das neue Jahr wird auch wieder viel aufregendes mit sich bringen: Wie oben schon geschrieben, die Firmenübernahme; meine Schwester macht Matura, Paul bekommt sein erstes Zeugnis, unsere Zubau wird hoffentlich ganz abgeschlossen.... also viel zu erwarten dieses Jahr
Vorsätze habe ich keine, oder, habe ich eh immer wieder im Jahr, ich finde, da sollte man sich an Silvester nicht zusätzlich belasten. Na doch, einen kleinen Vorsatz hab ich schon, ich möcht endlich mein Buch fertig schreiben...
Nun also, wünsche ich euch für das neue Jahr, viel Gesundheit, Erfolg, Liebe, Freude, Freunde, Gelassenheit, Glücksmomente und Spaß!

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