Montag, 25. Oktober 2010

Partytime

Seit drei Jahren fragt Paul immer wieder nach, ob wir denn nicht eine Halloweenparty machen können. Ich bin kein großer Freund von Halloween und so habe ich das bis jetzt immer erfolgreich abgelehnt. Heuer allerdings, hab ich mir gedacht, was ist denn schon dabei. So machen wir halt eine Party. Das Dekomaterial hat mir eine liebe Freundin zur Verfügung gestellt, die Ideen für Essen kamen aus dem Internet oder sind dem eigenen Kopf entsprungen und die Spiele hat ganz schnell noch mein liebes Schwesterchen zusammengesucht.
So haben wir gestern eine tolle Party gefeiert und ich hoffe, es hat allen Kindern Spaß gemacht.
Lassen wir Bilder sprechen:
Da wurde eifrigst geholfen...... Das sind wir vor dem Ansturm :-)
Angelika, die eifrige Helferin -- die "Gruseltorte"
Wer liegt denn da unterm Tisch? erste Gäste

und dann wurde gespielt


Montag, 20. September 2010

Edel sei der Mensch, hilfreich und gut

Beeindruckt von einer Vorführung bei der 75Jahresfeier des Roten Kreuzes St. Veit, hatte ich am Samstag diesen Satz im Kopf.

Schon immer empfinde ich große Hochachtung vor Personen die im Dienst der Rettung, Feuerwehr und auch Polizei stehen.
Der Einsatz den sie leisten, ist für uns oft gar nicht nachvollziehbar. Vor allem vor den freiwilligen Helfern der Feuerwehr und Rettung ziehe ich meinen Hut.
Nicht nur, weil sie da sind, wenn wir Hilfe brauchen, sondern weil sie mit vollem Herzen bei der Sache sind.
Ich könnte das nicht! Ruhe bewahren, wenn ein Unfallopfer vor mir liegt, den Partner beruhigen wenn es jemandem schlecht geht, kranke Kinder versorgen - die Liste ist unendlich - und doch finden sich immer neue freiwillige Mitarbeiter.

Und weil ich nicht den Mut habe, das zu tun, werde ich sie weiterhin anders unterstützen. Mit meinen "helfenden" Händen, backe ich gerne Kuchen für Veranstaltungen, helfe bei Flohmärkten und spende gerne ein paar Euro mehr in die Freie-Spenden-Kasse.

Liebe freiwillige Mitarbeiter der Rettung und Feuerwehr. Ich bewundere jeden einzelnen von euch! Danke, dass es euch gibt!

Mittwoch, 1. September 2010

Sortieren

wer mich ein wenig näher kennt, der weiß dass ich hie und da (oder doch öfter) ein wenig chaotisch bin. Inzwischen habe ich diese Seite an meinem Wesen sehr gut im Griff und finde, ein wenig Chaos gehört im Leben einfach dazu.
Allerdings versuche ich auch, in Bereichen, in denen es notwendig ist, klare Linien zu schaffen.
Nun also beginnt am Montag wieder die Schule und der Kindergarten und das erfordert für mich doch ein wenig logistischen Aufwand.
So mache ich mich dieser Tage an eine Planung für die kommenden Monate. Da gibt es also zu sortieren:
den täglichen Schulablauf
die Trompetenstunden
die Tanzstunden
meine Regenbogengruppe die ab heuer wöchentlich stattfindet
meinen Büroalltag und die Kinderbetreuung wenn ich arbeiten muss
und dann noch - vor Weihnachten - die Bastel- und Kocharbeiten (damit muss man ja rechtzeitig beginnen, damit alles fertig ist)
außerdem gibt es da noch einen Elterverein, bei dem ich heuer hoffentlich das Amt des Kassiers gegen ein anderes tauschen kann (Kassier erfordert nämlich nochmals Licht ins Chaos zu bringen - und da reicht mir schon die Firmenkasse :-))

und weil ich grad am geistigen sortieren bin, hab ich gleich auch noch die Winterjacken und Mäntel meiner Kinder aussortiert und Pias Kasten für den Winter geleert. Dann folgen noch Pauls Kasten, meiner und die Spielsachen - damit wieder Platz ist für diverses nötiges und unnötiges neues Spielzeug. Außerdem hab ich es heute geschafft, meinen Büroschreibtisch wieder in Ordnung zu bringen und gleich noch Platz zu schaffen, für Bastelarbeiten, die ich machen kann, wenn ich mal nur Telefondienst mache.

Was mir beim stillen vor mich hinsortieren dann immer wieder auffällt ist, dass auch der Kopf frei wird. Man hängt bei diesen Arbeiten seinen Gedanken nach und streicht diesen oder jenen aus dem Kopf, besieht einiges von einer anderen Seite und sortiert aus. Eine innere Befreiung passiert sozusagen. Und wenn man dann in den frisch geordneten Kasten schaut, hat man auch wieder Ordnung in seinem Kopf und ist bereit das nächste Chaos zu verarbeiten.

Nun denn - auf in ein neues Schuljahr, dem ich schon gespannt entgegenblicke!




























Dienstag, 17. August 2010

Geburtstag

Also, ich habe ja morgen Geburtstag.. und ich liiiieeeebe Geburtstage so sehr. Ich freue mich immer wieder, wenn jemand aus unserer Familie Geburtstag hat und bemühe mich dann auch, diesen Tag unvergesslich zu gestalten.
Viele "Damen" und mitunter auch "Herren" haben es ja ab einem gewissen Alter schwer damit, ihren Geburtstag zu zelebrieren - ich muss gestehen, ich bin da anders. Ich werde gerne älter.

Natürlich heißt älter werden auch, dass sich der Körper verändert, man anfälliger wird für Krankheiten, man "dem Tod" ein Stückchen näher rückt. Aber heißt doch auch, reicher an Erfahrungen zu sein, mehr Menschen zu kennen, vielleicht auch, sein Leben mehr zu genießen und die Kleinigkeiten im Leben mehr zu schätzen.

Dieses Jahr kann ich sagen - mein Geburtstag ist noch gar nicht da und ich genieße ihn schon. Es gibt kleine Geheimniskrämereien; Treffen die ohne mich stattfinden, meine Kinder haben mit der lieben Angelika auch schon irgendetwas geplant, gebastelt oder gedichtet? Oh, ich finde das schön und ich will es auch gar nicht wissen, weil die Spannung, dieser netten Kleinigkeiten, mir zeigen, dass ich diesen Personen wichtig bin und sie mich gern haben. Und das ist es, was ich am allerschönsten finde.
Ganz bewusst habe ich dieses Jahr meine Einladung nicht als Geburststagsfeier tituliert, sondern als gemütliches Beisammensein.. denn das ist es was ich gerne mag. Ich habe gerne alle meine Freunde, Familie und Bekannte zusammen und plaudere mit ihnen. Ich möchte keine Geschenke - mein größtes Geschenk ist, wenn alle lustig sind, sich gut unterhalten und einen schönen Tag miteinander verbringen.
So sollte es sein - das Leben genießen, solange es geht - alt werden wir sowieso!

Mittwoch, 4. August 2010

Landidylle


Lange herbeigesehnt wurde er von mir, der erste Sommerurlaub seit drei Jahren. Viele Erwartungen, Wünsche und Hoffnungen hatte ich in diese kurze Zeit der Entspannung. Sie wurden zum größten Teil erfüllt.


Nach zwei wunderschönen Tagen in Venedig (davon berichte ich das nächste Mal) ging unsere Reise wieder zurück nach Österreich. Unser Ziel war dieser kleine Hof, abgelegen in einem Wald mit einem Badeteich und ganz viel Wald und Wiesen.

Pia hat sich am meisten auf die Tiere gefreut - ein Hund, zwei Katzen, Hühner, Hasen und Schafe werden auf diesem Hof liebevoll betreut und umsorgt.
Stolz hat sie dann auch noch mit Martin ihr eigenes Frühstücksei aus dem Hühnerstall holen dürfen, dieses wurde eifrig bechriftet, damit es ja keine Verwechslungen gibt und am nächsten Tag dann als Spiegelei von Martin zubereitet und serviert.

Heiß begehrt bei den Jungs war der Fußballtisch. Ständig wurde jemand herausgefordert und auch Mama musste schon früh morgens ein Match gegen Paul spielen.
Auch das Fl0ß am hauseigenen Badeteich wurde von den Burschen in Beschlag genommen und der Spaß beim Piraten spielen war richtig groß! Bis zum Hof konnte man immer wieder "Mann über Bord!" hören.

Während die "Männer" einen Ausflug zum Sommerrodeln und auf den Pyramidenkogel unternommen haben, durften wir "Frauen" am Hof und im Wald mit Maureen Kräuter kennenlernen. Wir haben von Maureen erfahren, wann man die Kräuter pflücken muss und wie man sie anwenden kann. Und am Schluß bekamen wir noch eine leckere Jause mit Kräutertopfen und köstlichem Apfelsaft, natürlich auch mit Kräutern verfeinert.

Auch ein Seegelausflug am Wörthersee war im Preis inkludiert und unsere lustige Urlaubsgesellschaft war hellauf begeistert. Nur Pia konnte sich dieser Begeisterung nicht anschließen, hatte sie doch in den letzten Monate zwei Seegelausflüge die nicht ganz so toll waren hinter sich. So hab ich mich kurzerhand entschlossen den Tag mit ihr in einem nahe gelegenen Strandbad zu verbringen - das hat ihr natürlich dann riesigen Spaß gemacht.

Einen wirklich eindrucksvollen Abend haben wir mit lieben Leuten aus St. Veit in Velden verbracht. Während wir gemütlich in einem Lokal am Wörthersee unsere Cocktails geschlürft haben, kamen immer wieder Künstler vorbei, die Luftballontiere gezaubert haben, auf riesigen Stelzen vorbeimarschiert sind und mit lustigen Fahrrädern ihre Runden gedreht haben. Die Kinder haben gelacht, gespielt und gestaunt. Den krönenden Abschluß gab es dann mit einer spektakulären Feuershow.

Den Urlaub hab ich genossen. Ich konnte lesen - stundenlang in den Geschichten versinken und in eine andere Welt enfliehen. Am Morgen war ich immer die erste die die Terrasse unter dem riesigen Sonnenschirm in Beschlag genommen hat. Maureen hat mich mit Kaffee verwöhnt und das Plaudern mit ihr habe ich immer sehr genossen.
Die Stille am Hof, der Blick in die Ferne, die Ruhe, das alles hat mich gefangen genommen. Ich konnte tief in mich hineinhören; habe ein Buch gelesen, dass mir sehr weitergeholfen hat, mich auf den richtigen Weg zu führen und ich habe wirklich ein Stück meiner Angst dort gelassen. Noch immer weilt sie in mir und ich brauche sicher noch lange, bis ich damit zurecht komme. Aber der Entschluss, dieses Thema nicht mehr ruhen zu lassen, bis es ganz vorbei ist, ist da, und ich verfolge ihn zielstrebig.
Ich werde es schaffen! Das weiß ich!

Alles in allem war es ein grandioser Urlaub und ich war schon lange nicht mehr so entspannt wie dort - am Naturhof Hojoutz bei Maureen und Martin! Vielen Dank ihr zwei, es war soo wunderschön und wir kommen nächstes Jahr bestimmt wieder!

Sonntag, 27. Juni 2010

Post

Ich habe meinen Exfreund aus Schottland in den Untiefen des Internets gefunden. Seine Nachricht gab mir dann Anlaß meine Briefekiste hervorzusuchen und darin zu kramen.
Unbeschreiblich was sich darin so findet - so viele Karten von Freunden und Familie, Briefe von der Familie an mich, als ich in Schottland war, natürlich auch Liebesbriefe...

Während, und nach dem Suchen gingen mir diverse Gedanken durch den Kopf. Irgendwie finde ich es sehr schade, dass das Briefe schreiben durch die Zeit des Internets und der Mails und natürlich auch des Telefons verloren geht.
Ist es denn nicht schön, wenn man eine Karte in seinem Postkasten vorfindet. Wenn man einen lieben Brief von Freunden erhält. Wenn man diese dann in einer Kiste verstaut und immer wieder ansehen und lesen kann. Man kann sehen, wer wo in Urlaub war, welche Städte er gesehen hat, man kann lachen, über lustige Karten oder einfach das Herz berühren mit ganz besonders lieben Briefen.
Wenn man ein Mail bekommt, druckt man es dann aus und hebt es auf? Ich denke nicht. Manchmal löscht man es einfach nicht und es verschwindet irgendwo im Posteingang... und nach einiger Zeit wird es dann doch gelöscht - schade!

Als ich nun da so die diversen Karten und Briefe gelesen habe, kam mir der Gedanke, dass es doch ganz einfach ist, das wieder herbeizuführen.
Und so hab ich gleich am nächsten Tag eine Karte gesucht und sie an meinen Cousin geschickt, der mir unendlich viele Karten von seinen Reisen geschickt hat und auch mal zwischendurch ganz liebe und lustige Karten.
Und das werde ich auch weiterhin machen. Hier liegt schon eine Liste an wen ich schreiben möchte. Und das werde ich in den nächsten Wochen erledigen. Und dann hoffe ich, dass mir auch jemand zurück schreibt und ich bald, zwischen Rechnungen und Werbung, die ein oder ander Karte oder vielleicht auch mal einen Brief finde.
Und die kommen dann in meine Kiste und ich kann sie immer wieder lesen...

Montag, 14. Juni 2010

Glücklich sein

Glücklich sein fällt mir momentan sehr leicht. Heute hatte ich so einen Moment des Glücks der mich gefangen genommen hat und mich noch immer lächeln lässt.
Meine liebe Schwester Angelika und ihr auch sehr lieber Freund lassen sich ja hie und da (0der auch etwas mehr) bei uns häuslich nieder. Heute war sie kaum bei mir angekommen hat sie sich schon um ein Abendessen für meine zwei Mäuse gekümmert, und als wir da so gemeinsam in der Küche standen und werkten überkam mich so ein unbeschreibliches Glücksgefühl. Es ist so, wie ich es immer haben wollte. Eine Familie mit Kindern. Mehreren Kinder - und irgendwie sind die zwei auch meine Kinder, wenn sie auch schon erwachsen sind.

Momente des Glücks sind so oft in unserem Leben vorhanden. Leider nehmen wir sie nur selten als solche an und wir sollten sie doch viel bewusster erleben.
Seit ich zum Jahreswechsel entschieden habe, dass dieses Jahr mein Jahr der Veränderung werden soll, fällt mir das so leicht. Ich kann gar nicht genau sagen, warum das so ist. Es ist einfach geschehen - ich ruhe in mir selbst und bin sehr zufrieden.
Ich liebe die Momente am Morgen, wenn Pia neben mir liegt; und Paul, der mich oft schon angrinst wenn er aufsteht und mich anspringt mit einem "Guten Morgen Mama!".
Ich genieße die morgendlichen Kaffeerunden in unserem kleinen netten Kaffee in St. Veit. Die Gespräche, das Lachen, einfach die Menschen um mich. Alle die mich immer wieder hier oder im Büro besuchen kommen, kurz auf einen Kaffee herein schauen, oder auch den Mittag bis zum Abend bei mir verbringen. Spontane Abende beim Heurigen mit den lieben Leuten hier.

Während ich hier im Garten sitze und schreibe und Gregor zu mir kommt und mich fragt, ob ich was trinken möchte.. das Vogelgezwitscher um mich herum, mein Kater Flecki der ganz aufgeregt mit einer Spinne spielt, die Hunde die hartnäckig mit ihrer Schnauze versuchen mich zum streicheln zu bewegen..
Es ist einfach schön!

Und meines Erachtens sollten wir uns viel mehr auf diese Momente konzentrieren und nicht darauf die schlechten Seiten des Lebens zu betrachten. Wir regen uns viel zu sehr über Dinge auf, die unwichtig sind. Und sollten doch eigentlich das Leben so annehmen wie es ist und genießen - wir haben doch nur dieses eine...